Chronischer Schmerz
Im Gegensatz zum akuten Schmerz haben die chronischen Schmerzen meist ihre Funktion verloren, da der Schmerz selbst zur Krankheit geworden ist. Diese Schmerzen sind meist verstreut und schlecht lokalisierbar. Das bedeutet, dass sie sich auch nur schwer konkret therapieren lassen, oft sind chronische Schmerzen Teil einer langwierigen Behandlung, die sich zumeist nicht ursächlich behandeln lässt.
Typische Beispiele für chronische Schmerzen:
- Kreuzschmerzen
- Nervenschmerzen
- Tumorschmerzen
- Phantomschmerzen.
Die Betroffenen empfinden chronische Schmerzen als Dauerschmerzen oder immer wiederkehrende Schmerzen – wodurch sie eine ganz eigene Dimension erreichen, denn die beeinträchtigen die Lebensqualität stetig und andauernd. Die Folgen davon können – direkt oder indirekt – sein:
- Appetitmangel und Mangelernährung
- Schlafstörungen
- Abwehrschwäche mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit
- Muskelabbau und Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit (als Folge von Immobilisierung)
- Hoffnungslosigkeit, Resignation, Angst
- Depression.
So kann oftmals ein Teufelskreis entstehen, denn die körperlichen und seelischen Veränderungen die mit dem chronischen Leiden einher gehen beeinflussen wiederum die Schmerzen in einer ungünstigen Weise. Die Bemühungen, diese Schmerzen zu managen (Arztbesuche, Einnahme der Medikamente, Anwendungen usw.) beherrschen zunehmend den Alltag der Schmerzpatienten. Chronische Schmerzen lassen sich viel schwieriger behandeln als akute Schmerzen und nur durch die Kombination von Mitteln und das Miteinander von verschiedenen Spezialisten, beispielsweise in Schmerzambulanzen oder Schmerzpraxen kann man das Problem in den Griff bekommen.